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Von lichtempfindlich

On 24, Jan 2016 | In | Von lichtempfindlich

Rechtsextremismus im Spiegel der Medien

Journalistische Beiträge über Rechtsextremismus und Gewalt gewinnen an Bedeutung. Mit Schlagzeilen ist es nicht getan. Guter Journalismus analysiert Hintergründe, er erklärt, ordnet ein und wertet. Die öffentliche Diskussion braucht fundierte Information.

Pressepreis Rechtsextremismus im Spiegel der Medien: Journalisten werden für engagierte Berichterstattung ausgezeichnet

 

Mit dem Ziel, herausragende Justizreportagen und Berichterstattungen aus den Bereichen Print, TV, Hörfunk und Neuen Medien zu würdigen, die sich mit dem Themenkreis rechter Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit befassen und die aufzeigen, wie die Zivilgesellschaft Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit begegnet, wie sie sich ihm entgegen stellt, erfolgt durch das Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt und den Deutschen Journalisten-Verband Landesverband Sachsen-Anhalt die Auslobung des Medienpreis Rechtsextremismus im Spiegel der Medien.

Wir haben in diesem Jahr die Produktion der Preisträgerfilme im Auftrag der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt übernommen. Die Produktion bestand aus der Konzeption und Drehplanung, den Dreharbeiten, der konzeptionellen Schnittidee und Umsetzung und der grafischen und musikalischen Gestaltung.

Die Preisträger des Journalistenpreises Rechtsextremismus im Spiegel der Medien 2016 sind:

  • Justus Bender und Matthias Wyssuwa für den Beitrag „Sie kommen“, erschienen in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am 15. August 2015Eine Woche lang die die FAZ-Politikredakteure Bender und Wyssuwa in das Dorfleben von Häslich in Sachsen eingetaucht. In dieser Woche kamen 32 Asylbewerber in dem Dorf an. Ihre Reportage beschreibt nüchtern, was sie erlebt und gehört haben. Es ist eine Geschichte darüber, wie ein Dorf widerwillig auf die Zuzügler wartet und Gegenwehr organisiert. Ein Dorf, in dem keiner „rechts“ sein will, aber niemand einschreitet, als der NPD-Mann in der Runde vor Auschwitz-Vergleichen nicht zurückschreckt. Die Autoren haben ein Brennglas auf einen kleinen Ort in Deutschland gerichtet. Ihre Reportage zwingt uns die Frage auf: Wie viel „Häslich“ ist überall in Deutschland?
  • Albrecht Radon für den Fernsehfilm „Das Dorf Stresow und sein lieber Neonazi“, erstmals ausgestrahlt in „MDR exakt“ am 8. Juli 2015.Im Mittelpunkt des Beitrags stehen Dennis Wesemann, polizeibekannter Neonazi, der vom Rechtsextremen dominierte FC Ostelbien Dornburg und das Dort Stresow in Sachsen-Anhalt, in dem Wesemann Ortschaftsrat ist. Radon spricht mit Stresowern, die „kein Problem“ darin sehen, dass ein Rechtsextremer Entscheidungsträger im Ort ist, und solchen, die Angst haben. Der MDR hat mehrfach über Wesemann berichtet; hier interviewt das Team auch Erwin Bugar, den Präsidenten des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt und konfrontiert ihn mit Aufnahmen brutaler Attacken durch Wesemann und weitere Spieler des FC Ostelbien gegen gegnerische Kicker. Dokumentiert wird auch, wie Schiedsrichter bedroht werden. Engagierter Journalismus, der etwas bewegt hat: In Folge der Medienberichterstattung kommt es letztlich zum Ausschluss des FC Ostelbien Dornburg aus dem Landessportbund.
  • Nicolas Lindken für das Newsformat „TenseInforms“ auf dem YouTube-Kanal TenseMakesSense„TenseInforms“ ist ein YouTube-Newsformat, das sich in erster Linie an Jugendliche und junge Erwachsene richtet. In den Sendungen geht es darum, News übersichtlich und für die Zielgruppe relevant aufzubereiten. Dabei greift YouTuber Nicolas Lindken immer wieder Themen auf wie „Wird Pegida jetzt radikal?“, bei dem er am 19. Oktober 214 auf Dresden blickte. Sein Ziel: Themen und politische Entwicklungen gerade solchen Jugendlichen verständlich zu machen, die eigentlich wenig an Politik interessiert sind. Das Format wurde im Juli 2014 auf dem YouTube-Kanal „TenseMakesSense“ gestartet und wird in Berlin von Mesh Collective, die im UFA Lab für den Bereich Education/Bildung verantwortlich sind, mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung produziert.