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Von lichtempfindlich

On 20, Nov 2016 | In | Von lichtempfindlich

HIER Leichtbau in Sachsen-Anhalt

Innovative Leichtbau-Lösungen für Mobilität und Logistik werden in Sachsen-Anhalt mit Leichtigkeit gestaltet. Die XtremeAir GmbH fertigt aufwendig Einzelteile aus Carbon per Hand für ihre Flieger. Die SML Kunststofftechnik GmbH fährt ganz vorn mit – Spritzgussteilen wie Stoßfängern und 2K-Bauteilen.  Im Fraunhofer PAZ wird geforscht und getüfftelt und die IFC Composite GmbH macht entscheidende Teile der Automobilinsustrie federleicht.

HIER werden Innovationen leicht gebaut.

Sachsen-Anhalt hat sich zu einem Kompetenzzentrum in dem hochinnovativen und leistungsfähigen Automotive-Sektor entwickelt, obwohl es keinen Produktionsstandort von Automobilherstellern gibt. Mit maximal 150 Kilometern Entfernung zu den Erstausrüstern (OEMs), wie VW, Daimler, BMW, Opel und Porsche und der logistisch günstigen Lage mitten in Deutschland und Europa bietet Sachsen-Anhalt einen klaren Standortvorteil. Mittlerweile arbeiten über 23.000 Fachkräfte in mehr als 260 Betrieben auf Spezialgebieten wie der Antriebstechnik, dem Leichtbau oder der E-Mobilität.  Weitere automotive Kernkompetenzen liegen in Hochleistungsverbundwerkstoffen, Ingenieurdienstleistungen, Kunststofftechnik, Leichtmetallguss, Pulvermetallurgie und  Sondermaschinenbau.

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„No Limit“ ist das Motto der XtremeAir GmbH. Mit der XA41 und der XA42 baut das Unternehmen in Cochstedt Sportflugzeuge – rein aus Carbon. Aufwendig werden alle Einzelteile des Fliegers per Hand gefertigt.

Die Formen werden manuell laminiert, die entstandenen Teile getrocknet, geschliffen, lackiert und montiert.  Es entsteht ein Flugzeug aus einer Hand, das mit 610 Kilogramm beim Kunstflug in der Unlimited Class die unglaublichsten Figuren fliegt.

„Das aber auch einfach geradeaus fliegen kann“, wie Betriebsleiter Steffen Zweigle mit einem Lächeln betont.

 

„Wir fahren vorne mit“, sagt Thomas Brüsch, Geschäftsführer der SLM Kunststofftechnik GmbH mit einem Lächeln. Denn zum einen fahren die Produkte des Automobilzulieferers – wie beispielsweise StoßIMG_Leichtbau_7fänger- oder 2K-Bauteile – immer vorne an und in den Fahrzeugen mit, in denen sie verbaut sind, zum anderen ist SLM Kunststofftechnik bei der Herstellung von Spritzgussteilen ganz weit vorne. An Spitzentagen produziert das Unternehmen 3.500 Bauteile. Um immer vorne weiter mitzufahren, wird stetig in moderne Technik investiert und werden Innovationen aufgegriffen, wie beispielsweise eine Ultraschall- und Vibrationsschweißanlage.

 

Bauteile, beispielsweise in der Automobil-Industrie, haben im Einsatz oft unterschiedliche Belastungszonen. Da sollten Außenflächen manchmal flexibler sein als die Mitte. Diese sollte aber mehr Druck aushalten. So etwas gibt es nicht? Und doch!, sagt Prof. Dr. Peter Michel, Leiter des Geschäftsfelds Polymeranwendungen am Fraunhofer-Pilotanlagenzentrum PAZ. IMG_LeichtbauMit seinem Team in Schkopau  entwickelt er genau solche Bauteile aus Kunststoffen. Auf diese Weise sollen in Zukunft Bauteile aus Stahl mit Bauteilen aus Kunststoff ersetzt werden. Der Kunststoff soll dann für die Erfüllung der Aufgabe genau die gleichen Eigenschaften wie Stahl mitbringen – oder sogar bessere.

Bauteile aus Kunststoff können so stabil und leistungsfähig sein wie Stahlbauteile. Die IFC Composite GmbH in Haldensleben beweist das mit ihren Blattfedern, Kardanwellen, Stabilisatoren oder Gelenkscheiben. Große, entscheidende, aber standardmäßig auch schwere Teile in der Autoindustrie werden hier fast federleicht. „Eine Standardfeder wiegt etwa 25 Kilogramm, unsere hingegen 5,6 Kilogramm“, sagt Geschäftsführer Felix von Nathusius. Mit dem Einbau solcher Teile kann beispielsweise viel Kraftstoff gespart werden. Richtig interessant werden die leichten Bauteile auch für die Hersteller von Elektrofahrzeugen.

 

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